„Zieh doch einfach ins Ausland!“ Diesen Rat hört fast jeder, der eine Sprache lernen will. Die Sprache kommt dann von allein, so heißt es.
Ich kenne Menschen, die seit zehn Jahren im Ausland leben und immer noch zusammenzucken, wenn das Telefon klingelt. Und ganz ehrlich: Mir geht es nach all den Jahren in Deutschland manchmal genauso.
Wer ins kalte Wasser fällt, lernt nicht schwimmen
Er kämpft nur darum, über Wasser zu bleiben. Wer ständig von einer Sprache umgeben ist, die er nur halb versteht, lernt vor allem eines: unangenehme Situationen zu vermeiden.
Es zählt nicht, wie viel Englisch Sie umgibt, sondern wie viel Sie davon verstehen.
Immersion funktioniert nur, wenn Sie verstehen, was Sie hören. „Can you send the file?“ – verstanden, beantwortet, gelernt. Genau diese kleinen Erfolge bauen eine Sprache auf, nicht die Stunden im Hintergrundrauschen.
Was das für Ihren Job heißt
- Wählen Sie Gespräche, denen Sie folgen können. Ein kurzes Abstimmungsgespräch bringt mehr als ein Meeting, in dem Sie nach zehn Minuten abschalten.
- Gehen Sie dann einen Schritt weiter. Etwas schneller, etwas fachlicher, etwas mehr Leute am Tisch.
- Fragen Sie nach. „Could you say that again?“ ist kein Zeichen von Schwäche. Es zeigt, dass Sie wirklich verstehen wollen.







